Internationaler Expertenworkshop zum Überwinden von Herausforderungen afrikanischer Biosphärenreservate
Veranstaltungsdokumentation
Vom 27. Juni bis 2. Juli 2011 organisierte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) einen internationalen Expertenworkshop zum "Überwinden von Herausforderungen afrikanischer Biosphärenreservate". Unterstützt wurde es vom
AfriMAB-Sekretariat, der
Deutschen UNESCO-Kommission (DUK), dem
UNESCO-MAB-Sekretariat und der
Bayerischen Verwaltungsstelle für das Biosphärenreservat Rhön. Die Veranstaltung fand im Kontext der internationalen Konferenz "Für das Leben, für die Zukunft. Biosphärenreservate und Klimawandel" anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des
UNESCO-MAB-Programms sowie der 23. Sitzung des Internationalen Koordinierungsrates dieses Programms in Dresden statt und beinhaltete eine mehrtägige Studienreise in das Biosphärenreservat Rhön. Das Vorhaben wurde aus dem Umweltforschungsplan 2011 mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) realisiert.
Ziele des Workshops
- die Umsetzung des MAB-Programms auf nationaler Ebene fördern
- die Idee der Biosphärenreservate in Afrika voranbringen
- den Erfahrungsaustausch unter Direktoren afrikanischer Biosphärenreservate ermöglichen
- den Aufbau von Kompetenzen für das effektive Management von Biosphärenreservatsmanagern unterstützen
- nachhaltige Regionalentwicklung in Biosphärenreservaten fördern
- eine Vision für das Management afrikanischer Biosphärenreservate nach der Sevilla-Strategie und dem Madrid Action Plan entwickeln
- die Aktivitäten von AfriMAB unterstützen
- das Weltnetz der Biosphärenreservate stärken.
Programmablauf
Auftakt
Begrüßung
Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (Bonn)
Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission (Bonn)
Dr. Natarajan Ishwaran, Sekretär des UNESCO-MAB-Programms (Paris)
Begrüßungsrede - Dr. Paul Makenzi, Vorsitzender von AfriMAB (Nairobi)
Einführung
Dr. Bettina Hedden-Dunkhorst, Leiterin des
Fachgebiets "Internationaler Naturschutz" im Bundesamt für Naturschutz (Bonn)
Biosphärenreservate und Klimawandel
Teilnahme an der
Internationalen Konferenz "Für das Leben, für die Zukunft. Biosphärenreservate und Klimawandel"
Überwinden von Herausforderungen afrikanischer Biosphärenreservate - Diskussion
moderiert von Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (Bonn)
Internationale finanzielle Unterstützung für Biosphärenreservate
Herausforderungen und Chancen von Naturschutz-Treuhandfonds in Afrika: Die Perspektive der KfW Entwicklungsbank
Uwe Klug, Projektleiter für Subsahara-Afrika in der Abteilung für Landwirtschaft und Naturressourcen der
KfW Entwicklungsbank (Frankfurt)
Carbon Finance: Neue Wege für Biosphärenreservate in Afrika
Dr. Tadesse Woldemariam Gole, Direktor des
Biosphärenreservats Yayu und des Environment and Coffee Forest Forum (Addis Abeba, Äthiopien)
Zusammenarbeit, Kommunikation und Netzwerke
Zusammenarbeit mit dem Privatsektor auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene: Chancen und Grenzen
Dr. Lutz Möller, Leiter des
Fachbereichs "Wissenschaft und Menschenrechte" der Deutschen UNESCO-Kommission (Bonn)
AfriMABs Rolle bei der Förderung der Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen afrikanischen Biosphärenreservaten
Dr. Paul Makenzi, Vorsitzender von AfriMAB (Nairobi, Kenia)
Netzwerken zwischen Biosphärenreservaten durch Themen von gemeinsamem Interesse: Erfahrungen aus dem Biosphärenreservat Wadi Allaqi, Ägypten
Ekramy El Abassery, Direktor des
Biosphärenreservats Wadi Allaqi in der Ägyptischen Umweltbehörde (Assuan, Ägypten)
Bildung und Forschung
Die Rolle von Biosphärenreservaten in Forschung und Bildung: Erfahrungen aus den Chilwa-See Feuchtgebieten
Dr. Chimwemwe Mawaya, Direktorin des
Biosphärenreservats Chilwa-See Feuchtgebiete und Dekanin der Fakultät für Biologie an der Universität von Malawi (Zomba, Malawi)
Monitoring und Evaluation als Basis für Bildung und Forschung im Biosphärenreservat Luki, DR Kongo
Laurent Nsenga, Direktor des
Biosphärenreservats Luki beim WWF (Kinshasa, DR Kongo)
Partizipation, Koordination und Kommunikation in einem Biosphärenreservat
Partizipation und Koordination im Biosphärenreservat Pendjari, Benin
Djafarou Tiomoko, Direktor des
Biosphärenreservats Pendjari (Tanguiéta, Benin)
Partizipation von Interessengruppen in den Aufbau von Biosphärenreservaten: Fallstudie über Anrainergemeinden in der vorgeschlagenen Kimbi-Dumbo-Nyos Schutzzone, Kamerun
Thomas Tata, Präsident des kamerunischen
Bioresources Development and Conservation Programme (Genf)
Biosphärenreservatsentwicklung
Management-Aspekte bei der Entwicklung eines Biosphärenreservats: Erfahrungen aus dem Biosphärenreservat Mittel-Sambesi
Willie Nduku, Vorsitzender des Management-Komitees des
Biosphärenreservats Mittel-Sambesi (Harare, Simbabwe)
Entwicklung eines Management-Plans für das Biosphärenreservat Waterberg in Südafrika: Herausforderungen und Chancen
Dr. Rupert Baber, Vorsitzender des Management-Komitees des
Biosphärenreservats Waterberg (Vaalwater, Südafrika)
Teilnahme an ausgewählten Sessions der
23. Sitzung des Internationalen Koordinierungsrates des UNESCO-MAB-Programms
- u.a.
Anerkennung neuer Biosphärenreservate in Ghana und Togo
Herausforderungen und Lektionen aus dem Aufbau und dem Management eines grenzüberschreitenden Biosphärenreservats: Das Fallbeispiel Mount Elgon (Uganda, Kenia)
Martin Nsubuga, Direktor des ugandischen
Biosphärenreservats Mount Elgon bei der ugandischen UNESCO-Kommission (Kampala, Uganda)
Mount Elgon: Ein grenzüberschreitendes Ökosystem
Anastasia Mwaura, Direktorin des kenianischen
Biosphärenreservats Mount Elgon beim Kenya Wildlife Service (Kitale, Kenia)
Exkursionen im Biosphärenreservat Rhön
Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön (Multivision Show)
Begrüßung
Michael Geier, Leiter der Bayerischen Verwaltungsstelle für das
Biosphärenreservat Rhön (Oberelsbach)
Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle für das Biosphärenreservat Rhön (Wasserkuppe)
Vorstellung des Biosphärenreservats Rhön
Dr. Doris Pokorny, stellvertretende Leiterin der Bayerischen Verwaltungsstelle für das Biosphärenreservat Rhön (Oberelsbach)
Bildung für nachhaltige Entwicklung im Besucherinformationszentrum
"Haus der Langen Rhön"
Klaus Spitzl, Geschäftsführer des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön (Oberelsbach)
Herstellung ökologischer Biere bei
Rother Bräu
Georg und Tobias Weydringer, Geschäftsführer und Braumeister bei Rother Bräu (Hausen)
Bio Hof Gensler & das Indianerhotel
Christof Gensler, Geschäftsführer der Christof Gensler OHG (Poppenhausen)
Schutz und nachhaltige Nutzung von Agro-Biodiversität: Die
Rhöner Apfelinitiative
Adam Zentgraf, stellvertretender Vorsitzender der Rhöner Apfelinitiative (Hausen)
Herstellung ökologischer Erfrischungsgetränke bei
Bionade
Cornelia Obitz und Rüdiger Omert, PR-Abteilung von Bionade (Ostheim)
Biohof Martin Ritter & der Holunderanbau
Martin Ritter, Inhaber des Biohofs (Ostheim)
Lokale Energiegenossenschaften
Andreas Bauer, Büroleiter bei
Agrokraft GmbH (Bad Neustadt/Saale)
Nachhaltige Entwicklung fördern
Management natürlicher Ressourcen: Entwicklungsfaktor lokaler Gemeinden
Moustapha Mbaye, Direktor des
Biosphärenreservats Saloum-Delta (Dakar, Senegal)
Förderung nachhaltiger Einkommensmöglichkeiten in Feuchtgebieten: Das Fallbeispiel Biosphärenreservat Songor, Ghana
Dickson Agyeman, Koordinator des
Biosphärenreservats Songor (Ada, Ghana)
Auf dem Weg zu Togos erstem Biosphärenreservat: Oti-Keran/Oti-Mandouri
Amah Atutonu, Koordinatorin des Nominierungsdossiers für das
Biosphärenreservat Oti-Keran/Oti-Mandouri für das togolesische Umweltministerium (Lomé, Togo)
Das Biosphärenreservat Mananara-Nord... für den Schutz der Biodiversität und die nachhaltige Entwicklung der ansässigen Bevölkerung
Willy Mora, Direktor des
Biosphärenreservats Mananara-Nord (Mananara, Madagaskar)
Die Verbesserung von Lebensbedingungen im Biosphärenreservat Ost-Usambara, Tansania
Stephen Mmasi, Direktor des
Biosphärenreservats Ost-Usambara (Amani, Tansania)
Die Förderung nachhaltiger Entwicklung und die Schaffung von Einkommen im Biosphärenreservat Nimbaberge, Guinea
Abou Cissé, Direktor des
Biosphärenreservats Nimbaberge bei der guineanischen Behörde für Biodiversität und Schutzgebiete (Conakry, Guinea)
Abschluss
Arbeitsgruppen
1)
Management-Aspekte
2)
Nachhaltige Entwicklung
3) Rhön-Kommunikee:
englische Version |
französische Version
Workshop-Fazit
Dr. Bettina Hedden-Dunkhorst, Leiterin des Fachgebiets "Internationaler Naturschutz" im Bundesamt für Naturschutz (Bonn)
Ansprechpartner
Fachgebiet I 2.3 Internationaler Naturschutz
Kontakt:
Florian Carius




