Umweltbildungsinitiativen der Sportverbände
Sportlerinnen und Sportler: "neue" Zielgruppe der Natur- und Umweltbildung

Wer regelmäßig Sport treibt, fördert seine Gesundheit. Die Affinität zu Natur und Landschaft und damit ihre Wertschätzung ist gerade unter Natursporttreibenden besonders hoch und viele Natursportverbände - als organisatorische Köpfe des Natursports - haben die Erhaltung dieser wertgeschätzten "Objekte" bereits vor Jahren auf ihren Agenden platziert: Lenkungskonzepte, Kontingentierungen oder freiwillige Vereinbarungen werden vielerorts ausgearbeitet und umgesetzt. Und neben "Kooperation statt Konfrontation", setzten immer mehr Verbände auf "Verstehen statt Verbieten". Vorhandene Synergien müssen dennoch an die breite Öffentlichkeit kommuniziert werden, denn immer noch bleibt Sport in manchen Regionen Hauptverursacher gravierender Landschaftsdegradationen.
Projekt "Jugend für Umwelt und Sport (JUUS)"

Als Kooperation zwischen der
Deutschen Sportjugend (dsj) und der
Naturschutzjugend (NAJU) des NABU wurde 2004 das Projekt "Jugend für Umwelt und Sport", kurz JUUS, gestartet. Die jungen Mitglieder beider Verbände sollen im Rahmen eines partizipativ angelegten Konzeptes für das Thema Sport und Natur sensibilisiert werden. Naturerlebnis wird hier zur umweltbildenden Maßnahme, die Relevanz eines verantwortungsvollen Umgangs mit natürlichen Ressourcen damit förmlich "erlebt". Die Entwicklung der entscheidenden Praxisbausteine des Projektes wurde, unter fachlicher Anleitung, von den Jugendlichen selbst geleistet. Die Schulung des Verhaltens in der Natur und die Wahrnehmung der selben standen dabei im Mittelpunkt.

Sprachrohr und virtueller Treffpunkt der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer und Kommunikationsmittel über die Beteiligten hinaus ist die Webseite
www.juus.de. Neben einem Veranstaltungskalender, der aktuelle Projekte verzeichnet, ist hier eine Projektdatenbank mit Best-Practice-Beispielen zu bereits gelaufenen Projekten zu finden.
Auch Modellfreizeiten wurden im Rahmen von JUUS von den Jugendlichen entwickelt: Ideen und Konzepte zur Durchführung natur- und umweltverträglicher Erlebnisangebote resultierten am Ende in ganzen Fortbildungsmodulen, welche für die Ausbildung von MultiplikatorInnen genutzt werden können. Die Multiplikatoren und Multiplikatorinnen stehen auch im Mittelpunkt der zukünftigen Aufgabe von JUUS: Jugend für Umwelt und Sport zu begeistern und das Themenfeld lösungsorientiert in die Verbände zu tragen.

