Natura 2000 Management und Klimaänderungen
Auswirkungen des Klimawandels auf die Schutzgebiete und Arten
Die Schutzgebiete in Deutschland werden in den kommenden Jahrzehnten durch den
Klimawandel erheblichen Veränderungen unterworfen sein.
Dabei können
- langsam sich entwickelnde Arten bzw. Ökosysteme
- Arten mit niedrigen Wärme- und hohen Feuchteansprüchen und
- ausbreitungsbegrenzte, d. z. nur zu langsamen Wanderungen fähige Arten
als besonders sensitiv gegenüber Klimawandel gelten. Dies betrifft z. B. magere Feuchtwiesen, Großseggenriede, Quellfluren, Feuchtwälder, Moore und montane Felsfluren.
Diesen sich wandelnden klimatischen Veränderungen kann durch bestimmte
Naturschutzstrategien begegnet werden (z. B. in Bezug auf das landschaftliche Design/durch die landschaftliche Steuerung von geschützten Flächen und
Biotopverbünden).
Bedeutung der Natura 2000 Gebiete für den Klimaschutz
Viele Natura 2000-Gebiete haben eine hohe Bedeutung für den Klimaschutz, da sie natürliche Moor-, Auen- und Waldökosysteme beinhalten. In diesen Gebieten sind Anstrengungen zu unternehmen, um den Wasserhaushalt weiter zu optimieren oder wiederherzustellen. Damit wird die Funktion dieser Ökosysteme als Kohlenstoffspeicher einerseits und auch zur Minderung der Folgen des Klimawandels für den Menschen andererseits verstärkt. Ein wesentliches Instrument zur Steuerung angepasster Optimierungs- und Vermeidungsmaßnahmen vor dem Hintergrund des Klimawandels sind die
Managementpläne der Natura 2000-Gebiete.
Um die künftigen Rahmenbedingungen für Schutzgebiete zu beleuchten, den Wissensstand bezüglich der Auswirkungen auf die biologische Vielfalt darzustellen und die möglichen Auswirkungen auf die Schutzgüter der FFH- und der Vogelschutzrichtlinie zu diskutieren, hat das BfN im August 2006 die Tagung "Natura 2000 und Klimaänderungen" durchgeführt. Die Referate und Ergebnisse sind alsTagungsband in der Schriftenreihe "Naturschutz und Biologische Vielfalt" (
NaBiV 46) veröffentlicht.

